Mittwoch, 27. Januar 2010

Winter, Eis und Schnee

Wie kann klirrende Kälte schön sein? Es ist das Glitzern der Sonnenstrahlen im Schnee, das Gleiten des Winterlichts auf den Eiszapfen und wahrscheinlich ist es auch, dass der Körper bei so viel Minusgraden Alarm schlägt und alles schärfer spüren lässt. Ich erinnere mich an Aureliano Buendia, das Kind der kolumbianischen Tropen, das beim Anfassen von Eis in den Tropen erschreckte und sagte: "Es kocht" (Hundert Jahre Einsamkeit, Garcia Marquez). Vor meinem Fenster schlendern die Menschen und fotografieren die verschneite Burg, wollen ihre aufgeweckten Sinne in Bildern festhalten. Wird es ihnen gelingen? Auch der Garten ist in Schnee und Eis verhüllt. Hoffentlich springt der Tontopf nicht, wenn der Schnee schmilzt. Töpfe sind wie manche Menschen, sie vertragen keine Veränderung ihres Zustands.

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